Reise blog von Travellerspoint

Heimkehr

Lima und Abflug

overcast 21 °C

Von Huaraz sind wir per 8 stuendiger Fahrt zurueck nach Lima gefahren. Dieses Mal per Tagbus. In Lima fanden wir direkt im Zentrum ein recht guenstiges Hostel in einem Altbau mit riesigen Decken, obwohl die Raeume etwas feucht waren und durch den Fernseher im Vorraum staendig Krach war. Da wir die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten bereits vor einer Woche gesehen hatten, gab's fuer uns nur noch wenig zu besichtigen. Dazu gehoerte der Besuch eines Parkes wie phantastischen Wasserspielen, darunter geometrische Formen aus Wasser, eine 80m hohe Fontaene, einen Wassertunnel und weitere Springbrunnen. Als es dunkel war, gab es noch eine Show mit verschiedenen Wasserspielen, Laser, klassischer Musik und Projektionen.
Gestern waren wir in der Kirche und Kloster der Franziskaner. Nach einer Fuehrung durch dieselben, folgte der spannendere Teil, naehmlich die Besichtigung der unterirdischen Katakomben. Ueber 20.000 Menschen wurden hier bestattet. Deren Schaedel und Gebeine liegen zu tausenden in den Graebern der Katakomben (leider durften keine Fotos gemacht werden). Die Gaenge sind desweiteren unterirdisch mit saemtlichen wichtigen Gebaeuden Limas verbunden.
Jetzt sind unsere letzten Stunden in Suedamerika angebrochen und wir schauen mit gemischten Gefuehlen vorran. Auf der einen Seite freuen wir uns, unsere Familien und Freunde wieder zu sehen, auf der anderen Seite beginnt jetzt die harte Seite des Lebens. Nach all den Erlebnissen und Wundern, die wir auf unserer Reise gesehen und durchlebt haben, muessen wir nun in ein voellig anderes Leben wechseln. Doch wir schauen optimistisch auf das, was uns bevorsteht. Wir denken, die Laenge unserer Reise gut gewaehlt zu haben und verspuehren das Gefuehl, alles gesehen zu haben, was wichtig und lohnenswert war. Wir sind an unzaehligen Erfahrungen reicher geworden, von denen wir womoeglich unser Leben lang noch profitieren werden. Wir bedanken uns an alle, die hier hin und wieder mal vorbei geschaut haben.

Bis bald, Sascha

Unsere Reiseroute von Beginn bis Ende:

Eingestellt von chrisas 10:56 Archiviert in Air Travel | Peru Kommentare (0)

Versende diesen EintragFacebookStumbleUponRedditDel.icio.usIloho

Huaraz

Die letzte Woche

sunny 23 °C

Tja, unsere letzte Reisewoche fing mit dem Besuch zweier hoch in den Bergen gelegenen tuerkisfarbenen Lagunen zwar sehr gut an, leider bin ich auf der Rueckfahrt aber urploetzlich erkrankt, total merkwuerdig innerhalb einer Stunde hatte ich Fieber, so hoch dass ich nachts sogar Halluzinationen hatte. Natuerlich wieder die Mandeln, die Dinger kommen jetzt wirklich bald raus! Ja und seitdem hab ich mich schwitzend im Bett gewaelzt und Sascha hat Reisebericht geschrieben,gelesen oder Fernesehen geschaut, mehr ist nicht passiert. Ein bisschen bloed, wo wir hier doch im absoluten Bergsteigerparadies sind und es auch jede Menge anderer Sachen zu machen gibt. Aber gut, jetzt haben wir fuer morgen Karten zurueck nach Lima gekauft, wo wir dann noch 2 Tage oder so haben.
Uebrigens, fuer alle die sich wegen des Flugzeugabsturzes in Madrid Sorgen machen: wir fliegen von dort zwar mit der gleichen Gesellschaft, aber mit einem Airbus, also einem neuen Modell. Allerdings haben wir uns zuerst auch erschrocken als wir die Nachrichten gesehen haben.
Ja, ansonsten kommt der Gedanke an die Familie und Freunde natuerlich immer haefiger auf, ich freu mich riesig, endlich mal wieder alle zu sehen!

Eingestellt von chrisas 10:06 Archiviert in Peru Kommentare (0)

Versende diesen EintragFacebookStumbleUponRedditDel.icio.usIloho

In einem Traum aus 1001 Nacht

Huacachina, Ica, Lima, Trujillo

semi-overcast 26 °C

Nach unserem Kurzaufenthalt in Camaná ging's mit dem Bus Richtung Norden nach Ica. Da es leider keinen regulaeren Bus dorthin gab, nahmen wir einen nach Lima und wurden dann am gewuenschten Ziel rausgeworfen - leider war es da grade mal 4.00 Uhr nachts und an irgendeiner Abzweigung nach Ica. Zum Glueck gab es dort ein Taxi, welches uns in die neben Ica gelegene Oase Huacachina fuhr. Die von uns reservierte Unterkunft konnten wir auch schon zu dieser unmenschlichen Stunde beziehen (und haben die Nacht im Endeffekt, weil der Typ dort total verschlafen war, nicht berechnet bekommen). Die Oase liegt nur wenige Kilometer von Ica entfernt und ist bis auf einen kleinen Zugang umgegen von riesigen Sandduenen. In der Mitte ist ein kleiner gruener See (Lagune), dem Heilwirkungen nachgesagt werden (weshalb wir uns in der Bruehe kurz gebadet haben). Die Lagune ist umgeben von wenigen Haeusern und das Ganze sieht wirklich aus wie im Bilderbuch.
Unsere Unterkunft war mal wieder das billigst moegliche, naehmlich ein Dormitiorio mit ca. 30 Doppelbetten (in einem laenglichen Raum!), aber wir waren gluecklicherweise dort die Einzigen, bis auf einen Angestellten, der auch dort sein Lager hatte. Das Hotel hatte ausser einen Pool auch ein eigenes Restaurant, in dem es aber wie im ganzen Ort sehr teuer war zu essen. Endlich mal wieder ausspannen in der Sonne im Sand, der ueberall total fein und sauber war. Deshalb eigneten sich die Duenen auch zum Sandboarden, was wir am 2. Tag gemacht haben. Leider hatten wir uns die Board zur Mittagszeit ausgeliehen (die Hitze war kaum ertraeglich) und mussten mit den Board muehevoll die Duenen hochsteigen. In 2 Stunden bekamen wir deshalb grade so 3 Abfahrten hin, wobei man sagen muss, dass die Sandberge schon sehr hoch waren. Das hier ist Saschas Meinung, ich fands herrlich in der Hitze, endlich mal wieder alles schoen warm und das Sandboarden fand ich auch wieder genial (hab das ja schon zum 2. Mal gemacht und die Ausruestung war diesmal im Vergleich zum letzten Mal richtig genial: Burton-Snowboard und Softboots, also volle Kontrolle beim Runterflitzen! Aber klar, die Aufstiege dauern immer lange und die Bruehe lief nur so :-) Aber insgsamt waren die Oasentage schoen ruhig und entspannt und viel zu kurz! Fast waeren wir wegen einem Streik mit Strassenblockaden und Schliessung zweier Busgesellschaften auch garnicht von dort weggekommen, was mir persoenlich garnichts ausgemacht haette...allerdings war unser netter kolumbianischer Zimmermitbewohner Jeiro gegen Ende etwas anhaenglich, so dass es dann auch gut war, dass wir gegangen sind. Er wollte immer ueberall mitkommen und dauernd irgendwelche super-special-prices mit seinen Freunden fuer uns aushandeln, aber schlussendlich war das immer alles zu kompliziert und liess sich nicht realisieren.
Am gleichen Tag unternahmen wir abends noch einen Ausflug nach Ica, um uns irgendwelche alten Steine anzusehen. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um die Privatsammlung eines vor wenigen Jahren verstorbenen Professors, die in ein paar dunklen Raeumen lagerten. Wir mussten sogar erst bei einer alten Frau anrufen, die extra fuer uns beide vorbeikam und uns die Raeume aufschloss. Die Steine sind ca. 90.000 Jahre alt und zeigen (eingemeisselt) u. a. hochentwickelte medizinische Techniken, wie Herz- und Nierentransplantationen, Kaiserschnitt und Operationen am Gehirn, wobei die Menschen das auch ueberlebt hatten. Auf anderen waren Menschen auf Dinosauriern abgebildet und welche mit Pferdewagen. Zwei Steine zeigten die Kontinente, aber so wie sie vor vielen tausend Jahren ausgesehen haben, als sie noch zusammen hingen. Auch Menschen mit Fernrohren, die Kometen und Sterne beobachten sind abgebildet. Insgesamt lagern dort ueber 10.000 solcher Steine, die meisten faustgross, aber auch viel groessere. Das Ganze war sehr beeindruckend, besonders auch, da es viele heutige Theorien total ueber den Haufen werfen wuerde, wie die Evolutionstheorie oder auch im Bezug auf Religionen.
Schweren Herzens verliessen wir bereits am 3. Tag Huacachina, um noch ein bisschen was vom Norden Perus zu sehen. Unser Bus brachte uns gegen Nachmittag nach Lima, leider zu einem etwas abgelegenen Busbahnhof. Da von hier aus keine Busse in den Norden fuhren, wollten wir mit dem Taxi zu einem anderen Busbahnhof, der wohl ganz in der Naehe lag, aber der uns beratene Taxifahrer wollte uns davon ueberzeugen, dass egal wohin, es mindestens 8 Soles kosten wuerde. Nachdem wir dann beinahe zu Fuss gelaufen waeren, fuhren wir mit einem der Taxis vor der Tuer, der uns fuer die Haelfte zum Ziel brachte. Da wir noch bis Nachts um 11 Uhr Zeit hatten bis zur Abfahrt nach Trujillo, wollten wir uns was zu essen suchen und sind durch ein paar Strassen gelaufen. Dabei lernten wir eine peruanische Frau kennen, die uns erstmal aufklaerte, dass wir uns durch eine sehr gefaehrliche Gegend bewegten und besonders als Touris hier nicht durch die Strassen bummeln sollten. Aus dem Gespraech wurde bald ein gemeinsamer Spaziergang, dann ein geselliges Abendessen zusammen mit den beiden Kindern und ihren Mann in einem Huehnenrestaurant und darauf ein mehrere Stunden dauernde Ausflug mit deren Auto durch die ganze Innenstadt Limas plus alle Sehenswuerdigkeiten plus Ausflug zum Strand und puenktlichen Zurueckbringen zu unserem Terminal. Das war vielleicht ein Stress, die Frau redete mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und ununterbrochen.
Heute sind wir dann fruehmorgens in Trujillo angekommen. Mit Minibussen ging es zu einer Praeinka-Tempelstadt (leider nicht mehr so viel erhalten). Mittags besichtigten wir dann die Mond- und Sonnenpyramiden - riesige nur aus Lehmziegeln geschaffene Bauwerke, die erst vor einigen Jahren unter dem Sand entdeckt wurden. Heute Abend geht es ueber Nacht bereits weiter nach Huaraz, dem letzten Ort auf unserer Liste.

Christiane und Sascha

Eingestellt von chrisas 16:48 Archiviert in Backpacking | Peru Kommentare (0)

Versende diesen EintragFacebookStumbleUponRedditDel.icio.usIloho

Arequipa / Camaná

sunny 24 °C

Karte auf dem aktuellen Stand (18.08.08):

Nach einer langen und eisig kalten Nachtfahrt im Bus sind wir schliesslich in Arequipa angekommen und haben auch gleich einen coolen Taxifahrer gefunden, der glaub ich illegal auf eigene Faust, aber sehr billig fuhr und uns auch noch ein guenstiges Hostel sagen konnte - das sich als sehr cool herausstellte, mit nettem Innenhof zum sitzen, Herd und endlich mal wieder richtig warmem Wasser zum Duschen! Nach einem Stadtrundgang haben wir dann saemtliche Tourangebote zum Canyon de Colca (tiefer als der Grand Canyon) als zu teuer und ueberfluessig befunden und uns selbst was organisiert fuer den naechsten Tag. Auch das von Hanna empfohlene Kloster Santa Catalina war uns zu teuer und die Leute liessen ueberhaupt nicht mit sich handeln von wegen Studentenrabatt. Diese tollen "Studentenausweise" haben uns hier in Peru schon einen Haufen Geld eingespart! Obwohl hier insgesamt weniger gehandelt wird als gedacht, das ging in Argentinien und Bolivien viiiel besser, hier werden sie manchmal sogar boese wenn man die Preise druecken will. Und was wir hier lernen mussten, dass man alle Preise vorher festmachen muss, heute haben sie uns fuer das gleiche Sandwich wie am Vortag das Doppelte berechnet, nur weil wir nicht extra nochmal gefragt hatten (da wir den Preis ja schon wussten) und haben auch noch eiskalt abgestritten, jemals so billig Broetchen verkauft zu haben! Ueber sowas aergern wir Sparfuechse uns immer :-)
Ansonsten haben wir abends immer ein bisschen von unserem leckeren Havanna getrunken, da wir endlich mal einen Laden mit Eiswuerfeln udn Limetten gefunden haben und haben unser in Cusco erstandenes Schachspiel eingeweiht. Die Figuren sind bunt bemalte Inkas und spanische Invasoren und die Pferde Lamas.... das erschwert das Spiel noch, aber wir werden schon langsam besser und machen nicht mehr so schlimme Fehler.
Der Tag am Canyon war mit 14 Stunden recht lang und bestand zu einem Grossteil aus Busfahren, die Wanderung am Canyon war aber sehr schoen. Auch wenn wir am Ende mal wieder flitzen mussten um den Rueckbus noch zu erwischen, da sie uns die Wegzeit falsch angegeben hatten - naemlich die Fahrzeit mit dem Auto! Aber wir habens gerade so geschafft und auch alle Ausguckspunkte bestiegen udn waren am Ende sehr froh, nicht die 2-Tages-Tour gemacht zu haben, weil da noch so viele andere Sachen besichtigt werden, die wir schon oft genug gesehen haben (Lamas, Vincuñas - juhuuu!). Heut morgen sind wir dann nach Camaná ans Meer gefahren, das ist ein Fischer- und Sommerurlaubsort mit rieig hoehen Sandduenen und schoenem Strand. Wir haben gleich Karten fuer den Bus heut abend gekauft, das Gepaeck dort gelassen und sind zum Strand gefahren. Auch sehr cool, die "colectivos" zum Strand haben sich als alte klapprige Autos herausgestellt, die bis unter die Decke mit Leuten vollgestopft werden und dann losgurken. Wobei unsers (laut Sascha ein alter Dodge) natuerlich mal wieder nicht ansprang und erst nach Anschieben fuerchterlich spuckend und schnaubend losgezuckelt ist. Ich hab die Gelegenheit am Strand gleich genutzt, endlich mal wieder ausgiebig joggen zu gehen udn im meer zu baden. Wobei die Stroemung aber so stark war, dass ich nicht schwimmen konnte, nur plantschen. Nach ein paar sonnigen Stunden am voellig einsamen Strand mit nur ein paar Krabbenfischern alle Kilometer waren wir dann echt froh, dass doch nochmal eins dieser Transportautos vorbeikam und uns wieder mit in den Ort genommen hat, die im Sommer sicher sehr belebte Promenade mit vielen Fischrestaurantes war naemlich total ausgestorben und alle Geschaefte und Hotels geschlossen. Hier sdind wir noch ein bisschen ueber den Markt und durch die Strassen spaziert und haben ein riesiges leckeres Abendessen in einem Einheimischen-Comedor gegessen - fuer 4 Soles, also 1 Euro! Waehrend eine Strasse weiter fuer Touristen ein Essen so um die 30 Soles kostet, aber ohne Getraenke und Suppe (was bei den einheimischen Menues immer dabei ist). Jetzt starten wir gleich satt und zufrieden unsere Nachtbusfahrt nach Ica, ein weiteres Fischerdoerfchen Richtung Lima, mit einer schoenen Oase wo wir ein-zwei Tage bleiben wollen.

Eingestellt von chrisas 17:35 Archiviert in Peru Kommentare (0)

Versende diesen EintragFacebookStumbleUponRedditDel.icio.usIloho

Cusco / Machu Picchu

sunny 21 °C

So, nun sind wir nach 3 tagen wieder in Cusco nach einem Ausflug zur bekanntesten Inka-Staette Suedamerikas....wir haben am Anfang schon einen Tag hier verbracht mit Stadtrundgang und Besichtigung zweier conventos, den alten Klosterstaetten Santa Domingo und La Merced. In Santa Domingo wurden durch ein Erdbeben zufaellig Mond-, Wasser, Sternen- und Sonnentempel freigelegt und in der Iglesia la Merced hat uns vorallem ein praechtiger Hostienschrein aus Gold mit Tausenden Perlen, Diamanten, Rubinen und Smaragden interessiert....so dass unser Pflichtbegleiter schon ganz verstimmt war weil wir die Unmengen an duesteren Heiligenbildern von teilweise sehr bekannten Malern nicht ausreichend gewuerdigt haben :-) Ausserdem gibt es in ganz Cusco, sowie an den meisten Inkaruinen das typische Mauerwerk aus gewaltigen Felsquadern zu sehen, die ganz exakt behauen und dadurch fugenfrei verblockt sind - und ineinander verzapft, aehnlich wie Legobausteine. In den Ruinen erkannte man immer die vornehmeren Wohnstaetten einzig an der besseren Verarbeitung der Steine...ansonsten hatten anscheinend die Prinzessinnen auch nur eine kleine Steinkammer...Um das schweineteure Touristenticket, dass man zur Besichtigung der Staetten kaufen musste, auszunutzen, sind wir dann mit dem Bus ein Stueck aus der Stadt herausgefahren und haben alle Ruinen in der Umgebung erwandert: Tambomachay (Wasserheiligtum), Pukapukara (Bergfestung), Q'engo (Ritualfels) und Saqsaywamán, eine riesige Festungsanlage mit gewaltigen Zyklopenmauern. Obwohl das ganze zunaechst nur "Pflichtprogramm" war, ergab sich dann doch eine landschaftlich sehr schoene Wanderstrecke da oben in den Bergen entlang eines Fluesschens, an dem man immer mal wieder sich suhlende Schweine traf oder ein paar Schafe....und zu unserer Ueberraschung auch ein Ausgrabungsteam die da mitten in der Pampa eine archaeologische Staette ausgruben. Das war echt mal interesant zu sehen, auch eine andere Ruine haben wir noch gefunden, die wir allerdings nicht genau zuordnen konnten - vermutlich war es Cusilluyoc.
Mit dem Hostel haten wir echt Glueck, endlich mal wieder duschen und sogar eine Herdplatte zum kochen: da haben wir uns frische Maiskolben gekocht und (komischerweise bittere) Nudeln. Unser Gepaeck haben wir im Hostel gelassen und sind nur mit den kleinen Rucksaecken Richtung Machu Picchu losgezogen. Dazu sind wir mit kleinen Lokalbussen und Minibussen zuerst 2h in ein Dorf namens Urubamba gefahren und dort umgestiegen nach Ollantaytambo, wo an den teuren Tourizug noch 2 viel guenstigere Backpacker-Waggons angehaengt wurden. Dort hatten wir noch ein paar Stunden Zeit und sind noch auf die gleichnamige Festung gestiegen. Dort haben wir vergebens nach dem im Reisefuehrer beschriebenen Operationstisch fuer Trepanationen gesucht, den ich unbedingt sehen wollte - nicht mal die Gías wussten etwas davon! Dann haben wir noch Essensvorraete eingekauft fuer die 2 Tage im touristischen Aguas Calientes. Dort sind wir nach ca 2h Zugfahrt abends um neun angekommen und nach leichten Irrwegen zu unserem vorreservierten Hostel gelangt - was entsprechend unserer Auswahl des Billigsten ziemlich heruntergekommen und feucht-schimmelig war. Aber viel schlafen wollten wir eh nicht - wir sind halb vier morgens aufgestanden, um mit Taschenlampe hoch auf den Machu Picchu zu kraxeln! Ein bisschen verrueckt kamen wir uns schon vor, vorallem weil noch niemand auf war und wir da durch den dunklen Wald wandern mussten, immer mit Pfefferspray in der Hand falls uns jemand ueberfaellt. Der Aufstieg war sehr steil, selten ist man morgens um 5.00 Uhr so nass geschwitzt! Wir hatten nur eine Stunde bis zum Eingang gebraucht, waren also eine Stunde zu frueh und nur ein Franzose sass schon wartend da. Dafuer hatte ich noch einen sehr netten Schwatz mit dem peruanischen Waechter dort. Als sie um 6.00 Uhr aufmachten, fing es furchtbar an zu regnen, was sehr aergerlich war, da die Sonnenaufgaenge eine der Atraktionen dort oben sind. Nur die ersten 400 Leute am Tag duerfen auf die noch weiter oben gelegene Ruinenstaette des Waynapicchu, von wo aus man einen tollen Blick ueber die gesamte Anlage hat. So haben wir uns schon mal einen Stempel reserviert, sind aber erst um 10.00 Uhr bei Sonnenschein hochgewandert. Insgesamt schon ein tolles Erlebnis, die Harmonie von Architektur und Natur! Trotzdem war fuer uns das fast Spannendere die Wanderung durch die Anlage und vorallem die extrem anstrengenden Aufstiege - wir duerften fast 1000m Hoehenunterschied hochgekeucht sein! Am Ende wars dann auch echt genug, die Beine wollten einfach nicht mehr! Aber oben die Aussicht hat alles entschaedigt und bergab wurden dann ja andere Muskeln und Baender beansprucht, das ging dann auch irgendwie. Nachmittags ware wir wieder unten (veraechtlich herabblickend auf die ganzen Touris die sich alle mit den schweineteuren Bussen haben hoch- und runterkutschieren lassen) und sind zur Entspannung in die warmen Quellen des Ortes gegangen (nach denen er auch Aguas Calientes genannt wurde). Das Wasser wird ungefiltert in Becken geleitet, riecht etwas merkwuerdig und ist truebe, aber auf jeden Fall schoen warm und man sitzt in einer Schlucht mitten in der Berglandschaft...danach haben wir noch in einem Café eine Runde Schach gespielt und das wars dann auch schon fuer diesen Tag...in letzter Zeit sind wir immer so frueh aufgestanden und so viel gelaufen, dass wir wie die Babies abends um 9.00 Uhr schlafen gehen, meist ueber 10h schlafen und von alleine morgens um 7.00 Uhr wieder aufwachen. Ein ganz anderer Lebensrhythmus als zum Beispiel in Argentinien, wo wir oefters erst morgens um 6.00 Uhr ins Bett gegangen sind!
Durch das fruehe Aufstehen hat man soviel mehr Zeit...so dass wir noch gemuetlich duschen und Tee trinken und ein paar Bananen fruehstuecken konnten bevor wir den Morgenzug zurueck genommen haben. Die ganze Strecke haben wir auch wieder rueckwaerts ueber Ollantaytambo und Urubamba in mit bis zu 23 Personen vollgestopften Minibussen ueber bucklige Landstrassen gemacht, ist immer wieder ein Erlebnis, wieviele Menschen in ein Auto reinpassen, es geht immer noch einer mehr! Jetzt sind wir wieder in Cusco, haben endlich mal wieder was ordenliches Warmes gegessen (haben schon beide die Guertel im letzten Loch :-)) und fahren heute abend nach Ariquipa weiter. Dann wollen wir am Meer ueber Camaná und Ica hoch Richtung Lima steuern, es sind ja nur noch 2 Wochen. Die Nasca-Linien aus dem Flugzeug zu sehen sparen wir uns, die Preise sind einfach unverschaemt hier in Peru fuer alles was mit Touristen zu tun hat, wennman in den Seitengassen sucht, bekommt mans fuer 1/10 des Preises! Falls noch Zeit bleibt wollen wir von Lima aus noch ein bisschen in den unerschlosseneren Norden gehen, mal sehen....auf jeden Fall denken wir schon immer oefter an unsere Lieben daheim und an "das Leben nach der grossen Reise". Liebste Gruesse nach Hause!

Eingestellt von chrisas 13:37 Archiviert in Peru Kommentare (1)

Versende diesen EintragFacebookStumbleUponRedditDel.icio.usIloho

(Einträge 1 - 5 von 44) Seite [1] 2 3 4 5 6 7 8 9 » Nächste