Reise blog von Travellerspoint

weiter gehts Richtung Norden....

San Agustin, La Rioja, Cordoba (3 Tage Mietauto), Salta

sunny 23 °C

Oje, jetzt gibts schon wieder so viel zu erzaehlen und meine Tastatur ist so abgeschrubbt, dass man garkeine Buchstaben erkennen kann...also sorry wenn viele Fehler drin sind! Ja, also in Doerfchen San Agustin hatten wir noch ein paar schoene Tage mit: morgendlichem Joggen in einem abgezaeunten Bergwald mit sandigen Wegen, wo auf einmal ein weisses Pferd auf dem Weg stand und mich anschaute und dann mit der ganzen Herde wiehernd davongaloppiert ist...dann entspannen mit Sascha in der Haengematte vorm Haus, Mate trinkend und die naechsten Ziele planend, waehrend Stephan sich im Park mit einem heftigen Sandsturm geplagt hat und voellig eingestaubt und mit kaputter Kamera zurueckkam...beim Spaziergang durchs Dorf und auf die umliegenden Huegel haben wir dann noch den herrlichen Ausblick ueber die Landschaft genossen (Kakteen, Pappeln, Pfefferbaeume, Palmen - alles durcheinander und knallgruene Papageien mittendrin) und uns mal wieder gefragt, wieso man sich in so einer schoenen Umgebung wieder eine gigantische gruselige Jesusstatue auf den Huegel bauen muss...nach einem selbstgebrutzelten superknusprigen Huehnchen mit Salat haben wir dann noch einen naechtlichen Verdauungsspaziergang gemacht - und sind unverhofft auf einem Friedhof gelandet! Als wir die vielen Kreuze auf dem Berg bemerkt haben wars aber schon zu spaet und wir haben den Grusel unter einem sternenklaren Himmel mit ganz deutlicher Milchstrasse genossen....es war aber schon unheimlich, denn gerade weil hier alle so glaebig sind, moegen sie bestimmt keine naechtlichen Besuche von Auslaendern an ihren Graebern.....dann mussten wir bis 3.00 Uhr durchhalten, denn da fuhr unser Bus nach La Rioja ab. Dank der Vernichtung der Weinreste konnten wir dann im Bus auch gut schlafen und hatten gluecklicherweise in La Rioja einen direkten Anschluss nach Cordoba, wo wir 14.30 am naechsten Tag ankamen. Dort haben wir im naechstbesten Hostel eingecheckt, da wir schon beschlossen hatten, dass die Stadt uns wenig interessiert und es am guenstigsten ist, einen Gol zu mieten um die Gegend zu erkunden. Da haben wir dann auch direkt eine sehr guenstige Autivermietung gefunden, die ein fuer uns optimales Angebot hatte, 3 Tage mit 600km frei fuer 311$, das sind 65 Euro! Echt cool und wir haben ausserdem als Sparmassnahme beschlossen, im Auto zu schlafen und die Hostels zu sparen. Froehlich sind wir also losgefahren, nachdem das erste Abendteuer Cordoba-Innenstadt geschafft war, gings auf der Landstrasse sehr entspannt zu. Wir sind zuerst nach Alta Gracia gefahren, wo es eine sehr alte Jesuitenestancia und ein Museum von Che Guevara zu besichtigen gab. Dort haben wir sehr viel Zeit zugebracht, da das Staedtchen so nett war, mit einem schoenen See wo wir mal wieder Mate getrunken haben und leckeres frisches Brot mit Kaese, Schinken, Oliven und frische Trauben in der Sonne genossen haben. Nach einem laengeren Schwatz meinerseits mit der einsamen Frau in der Touristeninfo somd wor damm weiter nach Belgrano gefahren, das ist eine Siedlung in der lange Deutsche und Schweizer von einem Kriegsschiff interniert waren und so lebt dort angeblich die deutsche Kultur weiter...ausser einer Bierbrauerei und ein paar voellig ais dem Zusammenhang gerissenen Begriffen auf Schildern (wie: a alquilar: cabañas Am Bach) war davon aber nichts zu merken..aber ein nettes Oertchen war es trotzdem, wir haben dann auch recht lange am Flugplatz gestanden und den Fallschirmspringern und Kunststueckchen der ferngesteuerten Flugzeugen zugeschaut. Am Abend haben wir uns an einem sehr netten See geparkt, um dort die Nacht zu verbringen. Trotz dem Einschlafweinchen war es aber seeehr unbequem und vorallem saukalt im Auto, wir haben die ganze Nacht zaehneklappernd zugebracht, bei mir gings noch aber Sascha war sehr zerknautscht am naechsten Morgen. Der Sonnenaufgang ueberm See war dann wieder richtig schoen, nach dem Fruehstueck in den Bergen auf dem Weg zum Nationalpark mit voll aufgedrehter Heizung gings dann auch wieder. Aber richtig warm sind wir erst bei der 6h-Wanderung durch den Parque National Quebrada de los Condoritos geworden, die Landschaft war Wahnsinn, wild und weit, mit ganz verschiedenen Gebieten von Felsen/Schluchten, Graslandschaften und ueberall Glimmer im Gestein. Ausserdem gibt es dort wohl auch freie Pumas, die wir zum Glueck nicht angetroffen haben. Einmal dachte ich allerdings, jetzt hat mein letztes Stuendlein geschlagen, denn Sascha war weit vorraus und es hat 2-3 mal laut gegrummelt, ich dachte das ist jetzt der hungrige Puma, aber vielleicht war es doch nur der Motor eines Rangers oder ein weit entferntes Gewitter, wer weiss. Gesehen haben wir dafuer aber ganz viele Condore, die majestaetisch auf den warmen Aufwinden in der Schlucht gesegelt sind. Nach der gluecklichen Rueckkehr aus dem Park, in dem wir uebrigens nur einen einzigen Menschen aus der Ferne gesehen haben, sind wir weiter nach Mina Clavero gefahren, wo es laut Johannas Beschreibung herrliche Naturpools geben soll. Die haben wir im Dunkeln nicht gefunden, nach einem kleinen Abendessen am Fluss haben wir uns dann ein Schlafplartchen gesucht, was erst sehr schien und einsam erschien, sich dann aber als recht belebt herrausstellte, da einige Cabañas mit partyfreudigen Leuten in der Naehe waren. Um nicht die ganze Nacht angeleuchtet zu werden, haben wir uns dann doch lieber oben auf einer Klippe ueberm Fluss uebernachtet, diesmal sehr gut eingemummelt und wesentlich bequemer. Saschas Schlafposition allerdings ist mir bis jetzt absolut unbegreiflich: verkehrt herum mit dem Kopf unterm Lenkrad, die Fuesse auf der Rueckbank! Dios mio, ich konnte garnicht hinschauen! Leider schien am naechsten Tag nur sehr selten die Sonne, aber der Fluss und die Felsenlandschaft war so schoen, dass wir dort den halben tag vertroedelt haben, Sascha hat im Wasserfall seine Haar gewaschen und sich nach 3 Tagen mal wieder rasiert, waehrend ich schonmal die naechsten Reiseziele im Buch durchgelesen hab. Dann stand noch der Besuch eines verrueckten Museums auf derm Plan, nochmal 13 km weiter bei dem Doerfchen Nono. Das war eine Ansammling von so waaahnsinnig vielen tollen Sachen aus aller Welt, meist sehr alt, alles durcheinander von technischen/medizinischen Geraeten, ausgestopften Tieren, Moebeln, Autos, Edelsteinen...einfach alles war dabei! 10000 Eindruecke, wir waren danach total erledigt, weil wir auch nur 3 h Zeit hatten und ganz viel mussten wir weglassen...und richtig wertvoll war der ganze Kram, wenn man sich vorstellt, dass das alles angeblich ein einziger Mensch zusammengeklaubt hat! Da waren ganze Webstuehle, Muehlraueder, Kamine und Kutschen dabei, riesige Teile! Und ein Kalb mit 2 Koepfen, ausgestopft und nochmal das Skelet einzeln, Mumien, Skelette..viel Skurriles! Nach einer sehr schnellen Rueckfahrt weil es schon so spaet war sind wir mit viel Irrungen durch Cordoba gerade puenktlich bei der Autovermietung angekommen - und kein Mensch da!!! Es war 1. Mai, also Feiertag, wir hatten uns schon den ganzen Tag gewundert wieso so viele argentinische Touris mitten in der Woche unterwegs waren! Na super, also bin ich erstmal vergammelt wie ich war ins piekfeine Hotel nebenan gegangen und hab mein Handy an der Rezeption aufgeladen, damit ich die Notfasllnummer der Vermietung anrufen konnte..da hatten wir kaum Empfang, aber immerhin konnte ich dem Typ klarmachen, dass er kommen muss. Er war ganz entsetzt wieso wir das Auto jetzt schon wieder zurueckgeben wollten, wir haetten es wohl bis zum naechsten Morgen behalten koennen..aber wir wollten noch in der Nacht weiter nach Salta (12h-Fahrt), um mal wieder eine Uebernachtung einzusparen, man schlaeft auch recht gut in den Bussen. Nach einer Diskussion wegen eines Kratzers, den er nicht eingetragen hatte, der aber definitiv schon drin gewesen war (ganz eindeutig eine Touri-Verarsche die er immer probiert, er ist direkt auf die eine Macke losgegangen die nicht eingetragen war, was Sascha schon gleich nach der Abfahrt bemerkt hatte), sind wir dann ohne weitere Probleme zum Terminal gelaufen und haben ganz kurzfristig einen Busplatz bekommen. Nach angenehmer Busfahrt ueber Nacht kamen wir heute morgen 10.30 hier in Salta an, wo wir direkt von einem Typen ein superguenstiges Hostel angeboten bekommen haben. Der erste Eindruck von Salta ist super, die Leute sind hier sehr nett und sehr braun und klein (viele Quechua) und Koka schon fast legal. Ich hab mich koestlich amuesiert, denn nachdem mir bei so vielen unterbewusst die dicke Backe aufgefallen war und ich dachte die haben alle Tumore, ging mir schlagartig ein Licht auf, dass die alle Koka im Mund haben! Ja, ansonsten ist die Stadt sehr schoen im Kolonialstil gebaut mit schoener Plaza, aber auch sehr viel belebter als z.B. Mendoza, es ist alles sehr turbulent und wuselig hier, was mir sehr gefaellt. Die Autofahrer scheinen garkeine Regeln zu kennen, jeder faehrt wie er will...und das Wetter ist wieder schoen warm....wird sehr cool hier!

Eingestellt von chrisas 16:57 Archiviert in Argentinien

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